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Erfolgreiche Teilnahme an der IDJüM der Teenys bei der 130. Travemünder Woche

Am 19. Juli 2019 ging es für meinen Teeny 685 „Carpe Diem” und mich schon recht früh am Morgen los zur Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft der Teeny-Klasse, um hier meinen Segel-Verein, den NSC Northeim, zu vertreten. Es waren über manage2sail.com 30 Teenys bei der Deutsche Meisterschaft gemeldet. Vom NSC waren zwei Boote gemeldet, meins und die Seehexe 728 mit der Besatzung Saskia Heile und ihrem Bruder Laurens.

 

Der Ablaufplan für die Meisterschaft konnte unter manage2sail.com eingesehen werden. Hier fanden wir auch die Zwischenergebnisse unserer gesegelten Wettfahrten. Unser erstes Ziel in Travemünde war an dem Morgen Mövenstein, dies ist der Jollenbereich des Lübecker Yachtclub, einige hundert Meter nördlich des Maritim-Hotels. Hier sollten die Teenys abgestellt werden und alle Teilnehmer, die sich zum Zelten auf dem Gelände entschieden hatten, mussten sich beim Grünstrand bei den netten Helfern von der Travemünder Woche melden. Mit der Bestätigung des Zeltplatzes ging es zu Bob, dieser teilte die Zeltflächen ein. Sieben Zelte und ein Wohnmobil musste er platzmäßig organisieren. Es dauerte nicht lange und Bob hatte den idealen Platz für uns alle gefunden. Der Zeltplatz war reserviert für den Rest der Gruppe, die erst am Samstag kommen konnten. Für uns ging es ans Zelt aufbauen, Stromleitung legen für die Kühlboxen und Gepäck ausladen.

Denn die Travemünder Woche ging für uns vom 19.7 bis 28.7.2019. Eigentlich hatte man für Freitag Regen in Travemünde angesagt doch das Wetter zeigt sich mit ganz viel Sonnenschein. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten ging es rüber zum Mövenstein. Lara meine Vorschoterin ist nun auch mit ihrer Familie in Travemünde eingetroffen. Endlich konnten wir den Teeny abladen und den Trailer an die vorgesehene Stelle zum Parken abstellen.

Am Abend ging es mit meinen Eltern zum Regatta-Büro. Vom Mövenstein aus einmal über die ganze Travemünder Meile. Zu Fuß läuft man eine straffe halbe Stunde. Hier mussten wir die Versicherungsunterlagen für den Teeny vorlegen und den Haftungsausschluss abgeben. Als Begrüßungsgeschenk erhielt ich einen Stoffrucksack von der Boots-Messe Düsseldorf mit ganz vielen schönen Dingen drin und ein Cappy mit dem Emblem der 130. Travemünder Woche. Und natürlich die Segelanweisungen. Wir haben einen Tracker bekommen, dieser ist für die Regatta bestimmt. Wenn wir aufs Wasser gehen, musste ich mich am Terminal anmelden und wenn wir wieder an Land waren dort auch abmelden. Er diente zur Sicherheit und auch zur Kontrolle wer an der Regatta teilnahm. Am Samstag 20. Juli ging es für Lara und mich mit dem Teeny zur Vermessung. Die Vermesser Lothar und Partner warteten schon in der Bootshalle auf dem Mövenstein-Gelände auf die ersten Teenys.

In der Bootshalle waren fürs erste die Segel und der Spi dran. Ob alle die richtigen Maße haben. Wenn alles passt, bekommt die Fock, das Groß und der Spi das Datum der Vermessung und eine Unterschrift vom Vermesser aufs Segel geschrieben. Die Teenys wurden am Nachmittag von Lothar unter die Lupe genommen. Bei uns passte alles. Wir können starten. Gegen Mittag trudelten die anderen Segler so langsam ein. Da freut man sich doch wenn man alle wieder sieht. Es sind inzwischen drei Monate vergangen, seit Lara und ich für eine Woche zusammen in Tobole am Gardasee bei einem super intensiven Training bei den Berlinern teilnehmen durften. Das war unsere Vorbereitung auf die neue Saison und natürlich auf die Deutsche.

Hier haben wir ganz ganz viel bei super sonnigem Wetter und kräftigen ORAWinden gelernt. Ein weiteres Highlight war die Teeny-Trophy in Malente, hier hatten wir alle zusammen vorweg ein schönes Segel-Training vom 30.05. - 31.05. 2019 bei kräftigen Winddrehern und ganz vielen Kenterungen und anschließend ersegelten wir noch den 23. Platz bei der-Regatta in Malente. Diese Regatta ist genauso begehrt wie die Jüngstenmeisterschaft. Da wir schon mit allem fertig waren, packten wir beim Zeltaufbau und Boote abladen bei den anderen mit an. So ist das nun mal bei den Teeny-Seglern. Man hilft sich untereinander.

Auch die vier Teenys aus Berlin gingen gleich noch zur Vermessung. Denn am Sonntag sollte es nach dem Frühstück zur ersten Trainingseinheit auf die Ostsee gehen. Gegen 17.30 Uhr zog am Samstag eine Sturmfront auf. Blitzschnell wurde am DLRG-Turm die Badeverbotsflagge hoch gezogen. Die fast ruhige Ostsee wurde lebendig. Die Wellen wurden größer und schlugen schon auf der unteren Promenade auf. Mit jeder Welle wurden mehr Algen am Land geschwemmt, die sich unten an der Badestrand-Meile zu Bergen auftürmten. Zur Sicherheit, dass unseren Teenys am Mövenstein nichts passiert, eilten wir Segler mit Trainer und meinem Dad rüber und sicherten die Boote.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen und der anschließenden Besprechung mit den Trainern ging es für uns Segler segelfertig nach Mövenstein. Die Trainer radelten mit dem Rad Richtung Regatta-Büro, denn dort hatten die Motorboote ihren Liegeplatz. Erst wenn das Mobo von Sabrina und Matze beim Mövenstein-Steg ist durften wir mit den Teenys aufs Wasser. Mein Vater half unseren fünf Teenys zu Wasser und kontrollierte noch mal ob alle Stöpsel zu sind. Meine Ma brachte die Slipwagen auf die Stellfläche für die Slipwagen. Wir hatten am Sonntag super kräftigen Wind und konnten in den Trainingseinheiten noch jede Menge mitnehmen.

Denn für mich war es das erste Mal, dass ich auf der Ostsee gesegelt bin. Nach einer Mittagspause ging es am Nachmittag noch mal raus. Wir sind ja nicht zumpSaß hier, wir wollen bei einer Meisterschaft mit segeln und da gehört auch ein gutes Training ins Programm. Ebenso, dass es für uns Segler um 22 Uhr auf die Luftmatratze ging. Die Eltern und Trainer saßen noch gemütlich bei uns nebenan auf der Bank bei Popcorn und einen „Tropfen” Wein. Montag hatten wir zwei Einheiten auf dem Wasser. Für uns hieß es auch heute früh ins Bett, denn morgen stand das Practice Race der Teeny Klassenvereinigung an. Alle Segler, die in der Teeny KV sind und am Practice Race teilnehmen, können sich hinterher bei der Siegerehrung einen tollen Preis aussuchen. Doch vorerst ging es zur Steuermannsbesprechung zum Mövenstein. Bei 2 Bft beim Practice Race belegten wir hier den 22. Platz. Nachmittags hatten wir noch mal eine Segeleinheit bei sehr wenig Wind, auch das muss man lernen.

Die Jugendsprecher Jasmin Lang und Oke Nommensen hatten heute zum gemeinsamen Abendessen an den Grünstrand eingeladen. Jeder bestellt sich eine Pizza oder das was er essen möchte und bringt Stuhl und Tisch mit. Gut 130 Personen waren an der langen Teeny-Tafel am Grünstrand zum gemeinsamen Essen versammelt. Mittwoch hatten wir segelfrei. Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit der Berliner Truppe nach Lübeck. Erstmal shoppen bei Decathlon, AWN und anschließend in kleinen Gruppen die Stadt unsicher machen.

Am Donnerstag ging die Jüngstenmeisterschaft endlich los, zusammen mit den O-Jollen ging es in Richtung Startlinie. Es dauerte eine ganze Zeit bis die Tonnen richtig lagen und wir alle bei moderatem Wind und Welle starten konnten. Erst mussten die O- Jollen starten, danach ging es für uns Teenys an den Start. Ein ganz schön langer Up-and-down -Kurs. Der Seewind kommt und macht zunehmend Welle, am Ende sind es 4 Beaufort und das Segeln macht richtig Spaß. Beim ersten Lauf sind wir 13. geworden. Der zweite Lauf folgte gleich darauf. Auch hier ersegelten wir Platz 13. Zwei Läufe für heute, morgen geht es weiter. Freitag segelten wir zwei Läufe mit guten Bedingungen, wo wir uns die Plätze 13 & 20 sicherten. Abends ging es mit der Fähre rüber zum Priwall, um zum Meisterschaftsempfang auf der Viermastbark Passat zu kommen, wo wir herzlich von der Ketchup Firma Hela empfangen wurden. Es gab Essen satt, wo wir Kinder uns bei den Essensmöglichkeiten richtig austoben konnten. Besonders interessant war es, das Schiff sich einmal ganz nah anzuschauen und der Musik von der Meile zu lauschen. Am Samstag hatten wir früh am Morgen schon gute 4 Bft. Ein normales Slippen war nicht möglich, so dass auch hier bei dieser Herausforderung beim An- und Ablegen gegen Wind und Wellen von einer schmalen Holzrampe aus, die zum Teil noch mit Katamaranen vom Typ F-18 geteilt werden musste, wieder 4-6 Väter an einem Boot mithelfen mussten, dass wir alle sicher aufs Wasser kamen. Der Wind steigerte sich recht schnell auf gute 6 Bft mit gut 1,5 m hoher Welle. Einige Teenys kenterten durch die hohe Welle und einige sagten schon beim Zusehen wie es den ersten Teenys auf dem Wasser erging: Das schaffe ich nicht, das traue ich mir nicht zu. Dazu gehört auch Mut zu sagen, dass man dem nicht gewachsen ist.

Lara und ich konnten trotz des sehr starken Windes die beiden Läufe mit den Plätzen 14 & 11 ersegeln. Wo wir jedoch manchmal U-Boot gespielt haben. Ein Pützen war nicht möglich da Lara sehr oft im Trapez stand und für mich als Steuerfrau bei dieser Welle es nicht machbar war, mit einer Hand Schot und Pinne zu betätigen und gleichzeitig zu pützen. Doch am Ende der 6. Wettfahrt können wir stolz auf unsere Leistung sein. Diese Bedingungen haben wir sonst an unseren Seen nicht und das muss auch gesagt werden. Wir sind nicht gekentert und hatten dabei noch recht viel Spaß durch die Wellen zu segeln. Beim Boote aus dem Wasser holen halfen wieder 10 starke Väter, damit den Booten und den Seglern nichts passiert. Auch das war eine starke Leistung der Väter, denn teilweise haben sie mit der Welle die Teenys aus dem Wasser gehoben und sind mit den Booten auf den Holzsteg, um die Boote auf die Slipwagen zu setzen. Ärgerlich war es für einige Segler auf den hinteren Rängen, sie haben zwar den ganzen Kurs tapfer durchgehalten, aber dennoch „DNF” gewertet bekommen, weil sie das Zeitlimit um 15 Minuten überschritten hatten.

Der Sonntag beginnt wiederum mit ordentlichen 4 Bft aus der ungewöhnlichen Richtung NO, dafür weniger Welle aber sehr starker Strömung aus Norden. Vorsorglich wird der Start heute auf 10 Uhr vorverlegt. Die Regattabahn ist noch weiter draußen. Es wird wieder up and down mit Ablauftonne gesegelt. Unsere beiden letzten Läufe belegten wir wieder im Mittelfeld jeweils mit Platz 16. Nun hieß es für uns Teeny abriggen und verladen, denn nach der Siegerehrung ging es für uns wieder zurück in den Heimathafen. Die Siegerehrung fand neben dem Regattabüro an der Trave statt. Hier war eine super Stimmung bei der Siegerehrung, sei es unter den Seglern und Trainern und natürlich auch die mitgereisten Eltern sorgten für tobenden Applaus für die Sieger.

Die Deutschen Meister Mats Ole Krüss und Tobias Ridder vom Schüler-Ruder- und Segelverein (Plön) sind auf der Ostsee im Rahmen der Travemünder Woche neue Deutsche Jüngstenmeister im Teeny geworden. Fabius und Julian Müller-Kauter vom Segler-Verein Stade auf Platz zwei. Die Berlinerinnen Jasmin Lang und Antonia Köther (Pro Sport Berlin 24) kamen auf Platz drei. Als jüngste Teilnehmerin erhielt die neunjährige Lotte-Marie Kirchesch (Segler-Club Gothia, Berlin) einen Sonderpreis.

Saskia und Laurens Heile vom NSC mit der Seehexe 728 belegten den 28. Platz. Lara und ich haben unseren 13. Platz bei der deutschen Jüngstenmeisterschaft in Travemünde sehr gut verteidigt und können jetzt sagen: nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft. Die nächste Jüngstenmeisterschaft der Teenys findet Ende Juli 2020 am Kellersee in Malente statt. Ein großer Dank gilt den Organisatoren der TW, sowie Trainern, Betreuern und meinen Eltern, dass sie mir die diesjährigen Erlebnisse der IDJüM ermöglicht haben.

Bericht: Monique Chantal Laue

 

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